Bewerber

Für die meisten ist das Schreiben einer Bewerbung kein großes Vergnügen. Vor allem wenn viele Absagen im Briefkasten landen, verliert der eine oder andere den Mut. Speziell in Deutschland erfordern Bewerbungen noch immer eine bestimmte Form, welche als Relikt des 20. Jahrhunderts angesehen werden kann. Wenn der Personalchef die 80ste Bewerbung von einem „kreativen, flexiblen und teamfähigen“ Bewerber in den Händen hält, die den anderen 79 – mit Ausnahme des Namens und der Anschrift – wie ein Ei dem anderen gleicht, wird selbst dieser irgendwann einmal frustriert und gelangweilt. Dass einige von diesen 0815-Bewerbungen schließlich auf dem Absage-Stapel ihre Bestimmung finden, ist dem Personalchef nicht zu verdenken. Er hat vielleicht keine Lust mehr, die immer gleich aussehenden Bewerbungen zu lesen und erhofft sich insgeheim eine etwas andere, frischere Art sich zu bewerben. Statt einen langweiligen Text zu schreiben, wie flexibel und kreativ man doch ist, könnte man auch selbst aktiv werden und so aus der Masse der Bewerber herausstechen.

Die kreativsten Bewerbungen im Netz

Bewirbt man sich in einer Firma, wird es immer häufiger, dass die Personaler sich ein genaueres Bild des Bewerbers über die Social Media Kanäle machen. Was für die einen zu einer Absage führen kann, wenn die Facebook Timeline nur aus Party-Bildern besteht, auf denen der Bewerber betrunken posiert, bringt den anderen den anvisierten Job. Man kann sich die Online-Überprüfung nämlich durchaus zum Vorteil machen. So hat sich der Amerikaner Brandon Kleinman ein extra für den Bewerbungsprozess optimiertes Facebook-Profil erstellt, welches die Personalabteilung auch direkt anspricht. Er erstellte eine Bilderserie, auf der er vor einer Tafel zu sehen war (was sein Portfolio darstellte) und seine Erfolge sowie Vorzüge präsentierte. Auf diese kreative Art und Weise stach er deutlich hervor aus der Masse anderer Bewerber.

Der Franzose Victor Petit hat ein Bild von sich verschickt, mit einem QR-Code über seinem Mund. Wird dieser gescannt, erscheint ein Video seines Mundes, welches zum Bild passt und im Zusammenhang die Bewerbung mündlich überbringt. Hier finden Sie das Video.

Eine richtig krasse Bewerbungsstrategie fuhr das Duo „Creative Ransom“ aus Australien. Sie registrierten sich die .com-Domains mit den Namen einiger Direktoren von Kreativ-Agenturen und stellten einen aus Zeitungsbuchstaben kombinierten Text auf die jeweiligen Seiten online. In dem Text sagten sie, dass sie diese Domain als Geisel nehmen, bis sie zu einem Vorstellungsgespräch bei dem jeweiligen Agentur-Chef eingeladen werden. Geschieht dies nicht, erfolgt eine automatische Weiterleitung der Domainadresse auf die Domain von Justin Bieber. Tatsächlich hatten sie mit dieser Strategie großen Erfolg. Fast alle Direktoren luden die beiden zu einem Gespräch ein. Sie hatten letzten Endes mehrere Stellenangebote bekommen.

Ein weiterer kreativer Bewerber ist Alec Brownstein aus New York. Er nutzte die Tatsache aus, dass sich viele Leute regelmäßig selbst googeln. Er erstellte sich bei Googles Werbeservice AdWords ein Konto und erstellte Werbeanzeigen mit den Namen von verschiedenen Agentur-Chefs. Geben jene Chefs ihren Namen bei Google ein, erscheint ganz oben die Anzeige, in welche sie direkt angesprochen werden und die auf eine Bewerbungsseite für das jeweilige Unternehmen führt. Er wurde tatsächlich von vier von fünf Agenturen zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen. Von zwei dieser Agenturen bekam er ein Jobangebot.

Wem es zu extrem ist, Domains als Geisel zu nehmen und seine Vorgesetzten in spe zu erpressen, der kann durchaus auch weniger ausgefallene aber nicht minder effektive Arten nutzen, sich zu bewerben.

 

Ideen für eine herausragende Bewerbung

Das Hervorstechen aus der Masse ist definitiv eine notwendige Bedingung, welche aber nicht ausreicht, wenn keine weiteren Faktoren für den Bewerber sprechen. Genau wie eine klassische Bewerbung, ist darauf zu achten, dass sie auf das anvisierte Jobangebot zugeschnitten ist. Auf alle Fälle sollten zu Beginn so viel wie möglich Informationen über das Unternehmen und die gewünschte Stelle gesammelt werden. Die Bewerbung muss zum Unternehmen passen. Bewerben Sie sich auf eine Stelle im Amt, wählen Sie lieber die konservative Bewerbungsform. Bewerben Sie sich auf eine Stelle medialen Bereich, sollten Sie darauf achten, dass Lebenslauf, Anschreiben und Ihre Qualifikationen im passenden Stil grafisch aufbereitet sind.

 

Faktoren, die Sie immer beachten müssen

Egal, wie kreativ Ihre Bewerbung ist, es gibt einige Faktoren, auf die Sie immer achten müssen:

  • Sauberkeit
  • Hochwertige Materialien
  • Angemessene Verpackung
  • Ansprechende Gestaltung

Achten Sie beim Ausdruck Ihrer Bewerbungen auf qualitativ hochwertiges Papier. Das fühlt sich schon beim Durchblättern der Unterlagen viel besser an und macht insgesamt viel mehr her. Je gehobener die anvisierte Stelle, desto besser die Qualität der Materialien. Das Papier sollte mindesten 100g/m² wiegen. Wollen Sie dem Ganzen noch eine hochwertigere Note geben, wählen Sie edles Geschäftspapier mit Wasserzeichen. Schenken Sie auch der Qualität des Ausdrucks Beachtung. Hier sollten Sie hochwertige Toner oder Druckertinte wählen, um zu gewährleisten, dass der Ausdruck sauber und gestochen scharf zur Geltung kommt. Auf dieser Seite können Sie sich umfangreich über Toner und Tinte informieren.
Wählen Sie nicht diese Variante, wenn Sie sich um einen Praktikumsplatz oder eine Ausbildungsstelle bewerben. Man könnte damit schnell über das Ziel hinausschießen.



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